Gestern war Transfertag: mit Bus und Bahn ging's vom Dreiländereck (Slowenien, Italien, Österreich) ins rund 30 km entfernte Lesachtal, einem wunderschönen Hochtal in Kärnten, das touristisch kaum erschlossen ist.
Nach einer abenteuerlichen Busfahrt auf einem sehr sehr schmalen Sträßchen und nach unzähligen Spitzkehren haben wir in Liesing, dem Startpunkt der heutigen Wanderung, unser Zimmer bezogen und sind gemütlich Essen gegangen. Mein neues Lieblingsgericht heißt ‘Schlipfkrapfen‘ und ist - wie ich heute gelernt habe - eine Spezialität des Lesachtals. Schlipfkrapfen sind mit verschiedenem Gemüse gefüllte (Nudel-) Teigtaschen, die mit (sehr viel) zerlassener Butter serviert werden.
Das Frühstück heute Morgen konnten wir in netter Gesellschaft einer Zweijährigen genießen und nach ausreichend Koffeinzufuhr haben wir den XXL-Rucksack geschultert und sind von der Dorfkirche zur Gail abgestiegen, die sich - zur Freude einiger Kajakfahrer - wild und gurgelnd durch's Tal schlängelt.
12 km ging's jetzt flussaufwärts (in Summe rund 550 Höhenmeter) in Richtung Maria Luggau immer an der Gail entlang. Das Wetter meint es gut mit uns: abwechselnd Sonnenschein und Wolken; nicht zu warm und nicht zu kalt...
Mittags - als der kleine Hunger kam - haben wir uns ein sonniges und windgeschütztes Plätzchen, inmitten einer Blumenwiese mit Blick auf die rauschende Gail, gesucht.
Dank meiner hervorragenden und ausgeklügelten Packkünste habe ich meine Brötchen so platt gedrückt, dass ich kurzzeitig überlegt habe, ob ich die Salami einfach zwischen die beiden Brötchen lege...
Tierische Sichtungen: Reh (eins), Ameisen (viele), Kaninchen (zahm)



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