Die neuen Hundefutterportionen für die restlichen knapp drei Wochen sind an Board... Und, ich meine gehört zu haben, wie mein Rucksack heute Morgen beim Packen leise gekichert hat!
Die letzten Tage waren recht unspektakulär: Wir haben vorgestern einen erholsamen Tag im Ostrachtal bei Bad Hindelang verbracht, den Kühen beim Grasen zugeschaut, Kaffee getrunken, hausgemachten Kuchen gegessen, das Gewitter beim Herannahen beobachtet und sind dann gestern bei strömendem Regen mit Bus und Bahn zu unserem Auto gependelt...
Jetzt aber, wie versprochen, die Beschreibung, warum die anstrengendsten Wege die Schönsten sind, eine heiße Dusche die beste Erfindung seit dem Rad ist und ein Regenbogen mich versöhnlich stimmte:
Nachdem wir also tropfnass in Pfronten angekommen sind und sich das Gewitter über Nacht ausgetobt hatte, strahlte am nächsten Morgen tatsächlich, wie angekündigt, die Sonne vom Himmel. Gut gelaunt und dick mit Sonnencreme eingeschmiert sind wir - nach einem reichhaltigen Frühstück - quer durch den Ort zur Breitenbergbahn gelaufen, die uns schwuppdiwupp auf 1.497 mNN gebracht hat. Von dort oben hatten wir eine herrliche Weit- und Fernsicht und konnten sogar bis nach Füssen schauen und mit den Augen unseren Weg über die Saloberalm vom Vortag verfolgen.
Als wir uns endlich von der herrlichen Aussicht ins Tal losreißen konnten begannen wir den Aufstieg zum Aggenstein: zunächst sanft aufsteigend, dann immer steiler, steiniger und anstrengender.
Der Weg, haben wir gelesen, nennt sich "Böser Tritt" - zu recht. Manche Steinstufen sind so hoch, dass ich mit meinen kurzen Beinen kaum raufsteigen konnte und der Rucksack hat sein bestes gegeben mich beim Hochstemmen nach hinten zu ziehen... Aber Stufe für Stufe, Tritt für Tritt, Stein für Stein, haben wir uns nach oben geschnauft. Plötzlich ein greller Pfiff in unmittelbarer Nähe. Ein Murmeltier hat auf seinem Wachposten Alarm geschlagen, seine Kumpels vor uns gewarnt und sich dann brav von uns knipsen lassen.
Ein paar Wegbiegungen und Kletterpartien später wurde dann Bella ganz aufgeregt, irgendetwas spannendes hatte sie in der Nase. Ein weiteres Murmeltier? Nein, diesmal war's eine Gämse, die sich ebenfalls problemlos fotografieren lies und von uns keine Notiz nahm...
Oben auf 1.691 mNN auf einem schmalen Grad (kurz unter dem Aufstieg zum Gipfel des Aggenstein, der wegen Blitzeinschlag nicht begehbar war) angekommen gab's für uns erneut herrliche Ausblicke in die Tiefe: auf der einen Seite das Tal aus dem wir kamen, auf der anderen Seite das Tal, in das wir absteigen werden.
Ein Salamibrötchen und viele viele viele Fotos später, sind wir - auch wieder über einen schönen Wanderweg mit Stufen, Steinen und Wurzeln - ins Tannheimer Tal (ca. 1.100 mNN) abgestiegen und haben die zahlreichen Luxushotels links liegen lassen und uns eine nette kleine Pension (was nicht ganz einfach war) gesucht und gefunden. Auf den letzten Metern auf unserem Weg zur Unterkunft, wie sollte es auch anders sein, fing's mal wieder an zu tröpfeln. Nachdem ich den ganzen Tag Sonne getankt und mich ordentlich angestrengt habe, wurde mir sofort kalt. Also, nix wie unter die heiße Dusche - herrlich!!
Und, zur Krönung des wunderbaren Tages, kam, als wir zum Abendessen gehen wollten, noch die Sonne heraus und zauberte gemeinsam mit den Regentröpfchen noch einen wunderschönen Regenbogen in die Luft.
Am nächsten Morgen sind wir dann wieder bei Sonnenschein weitergezogen - quer durchs Tannheimer Tal, nach Oberjoch und dann runter (durch eine kleine wilde Schlucht: Hirschbachtobel) ...
...nach Bad Hindelang bzw. ins Ostrachtal. Zwischendrin haben wir allerdings die Wegstrecke leicht mit dem Bus abgekürzt.
Jetzt sind wir in der Schweiz, im Käseland Appenzell, und morgen wollen wir zum (da wollte ich schon immer mal hin!) Wildkirchli.
Doch dazu morgen mehr...







Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen