Mittwoch, 24. Juni 2015

Zippzapp - Hosenbeine ab!

Die Sonne strahlt schon wunderbar vom blauen Himmel herab, während wir noch beim Frühstück sitzen. 




Das Thermometer zeigt zwar noch 3 Grad, aber es soll ja noch wärmer werden - also gleich ganz mutig: zippzapp, die Hosenbeine ab! 

In Grindelwald Downtown kommen wir, auf unserem Weg zum Supermarkt, an einem Blumenladen vorbei, der Edelweiß im Topf verkauft. Spontan muss dieser als Model vorm Alpenpanorama (Eiger von der Seite) posieren.


Nach erfolgreicher Proviantbeschaffung haben wir den ersten und einzigen Abstieg des Tages nach Grindelwald-Grund (960 mNN) wo die Zahnradbahn zur Jungfrau fährt, in Angriff genommen. Dort steigen wir in die nächste Bahn, die uns einen Teil des Aufstiegs erleichtert. 

In Alpiglen auf 1.615 mNN beginnen wir unsere Wanderung...


...bzw. den Aufstieg zum Männlichen - begleitet von Eiger, Mönch und Jungfrau sowie vom restlichen Alpenpanorama. 




Im Berghaus Männlichen (2.225 mNN), wo wir ein Zimmer reserviert haben, bringen wir schnell die Rucksäcke ins Zimmer, erklimmen den Männlichengipfel (2.343 mNN)...


...und genießen den Blick in alle vier Himmelsrichtungen. Da inzwischen schon die letzten Seilbahnen nach Wengen und Grindelwald gefahren sind, sind wir auf dem Gipfelplateau die einzigen Menschen.

Auf dem Weg zurück zum Berghaus begegnen uns zwei erschöpfte Asiaten (Japaner nehme ich an), die uns, da sie die letzte Talfahrt verpasst haben, nach dem Wanderweg nach Wengen fragen. Wir erklären, wo sie lang gehen müssen und geben zu bedenken, dass der Weg sehr schmal, steil und anstrengend ist... Lächelnd bedanken sie sich und laufen los. Etwa 30 Minuten später kommen genau diese beiden (noch erschöpfter) ins Restaurant und fragen, ob man ihnen ein Taxi bestellen könnte! Die (coole) Antwort der Bedienung, sie könne höchstens einen Hubschrauber anfordern, aber ein Taxi gäbe es nicht...    Glücklicherweise saßen noch ein paar Einheimische an der Theke beim Feierabendbierchen, die die Zwei freundlicherweise mit ins Tal genommen haben. Doch damit nicht genug: nochmals 30 Minuten später kamen zwei weitere Asiaten, käseweiß im Gesicht vor Erschöpfung, ins Restaurant, die ebenfalls noch nach unten wollten. Sie haben jetzt das Zimmer neben uns... 

Unser Abendessen hatte einen gewissen Unterhaltungswert! Darüber hinaus besuchte uns während des Essens ein Fuchs. Er ist direkt am Fenster vorbeigehuscht, leider zu schnell für ein Foto. 

Und - ganz großes Kino - zum Nachtisch gab's für mich ein "Chueli", deren Bauch mit Vanille- und Erdbeereis gefüllt war. Lecker!


Überboten wurde das alles jedoch vom Sonnenuntergang!








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